Gymnasium Lindlar, 09.09.2014

Persönlichkeitsstärkung von Jungen im Sportunterricht

Kolleginnen und Kollegen der Fachschaft Sport besuchten am 03.09.2014 eine Fortbildung des Kompetenzteams Oberberg, die Möglichkeiten einesAbenteuer- und Bewegungs-Projekts für Jungen vorstellte, das einerseits positive Stärkung der eigenen Persönlichkeit und andererseits zugleich Gewaltprävention sein kann.

Der Gedanke des Geschlechter gerechten Unterrichtens hat bereits seit Langem Einzug in den Sportunterricht gehalten: Monoedukation, geschlechtsspezifische Sportangebote etc. Sogar die Selbstbehauptung der Mädchen ist seit mehreren Jahren am GymnasiumLindlar ein wichtiger Unterrichtsinhalt der 8.KLasse, wobei hier durch die Förderung der Mädchen eine Ungleichheit ins Spiel kommt. Ein adäquates Pendant gibt es nämlich für Jungen im Sportunterricht nicht.

Aus diesem Grund hat sich die Sport-Fachschaft auf den Weg gemacht, den Rahmen für eine positiv besetzte und die Persönlichkeit der Jungen unterstützende Maßnahme anzubieten, die den Jungen Mut macht, ihre eigenen Stärken zu testen und ihnen Raum zu geben.

Gymnasium Lindlar, 29.09.2011

Leseförderung mit jungenspezifischen Methoden

Zum Beginn des neuen Schuljahres wurde im Foyer unserer Schule ein offener Bücherschrank eingeweiht. Schülerinnen und Schüler können nun in ihren Pausen oder Freistunden zusätzlich zum Angebot der Schülerbücherei in den Regalen nach interessanten Büchern stöbern und sie zum Lesen einfach mit nach Hause nehmen. Und wer ein Buch besitzt, das er nicht mehr braucht, kann dies dann ebenso in den offenen Bücherschrank stellen.

Gerade diese “andere” Form des Leseangebots kann für Jungen Interesse wecken, die vielleicht von sich aus nicht ohne Weiteres in die Schülerbücherei oder in eine Bibliothek gegangen wären. Offene Bücherschränke werden häufig als niederschwellige Leseförderung beschrieben, die sich durch ihre Bedingungslosigkeit vor allem für Lesemuffel eignet. Aber auch alle andere Interessierten profitieren von dem Angebot.

Der offene Bücherschrank ist der langjährigen Leiterin  der Schülerbücherei des Gymnasiums Lindlar,  Sylvia Koch, gewidmet. Im Sinne einer Beteiligung der Schülerinnen und Schüler wird es in den kommenden Monaten darum gehen, den offenen Bücherschrank optisch zu verschönern und zu gestalten.

In diesem Sinne freuen wir uns darauf, möglichst viele Schülerinnen und Schüler als “Bücherwürmer” begrüßen zu dürfen.

Gymnasium Lindlar, 27.09.2011

Das Feedback und das Interesse der angesprochenen Jungen der ehemaligen Stufe 10 des Gymnasiums Lindlar war groß, als Herr Schmitz-Niggemann und Herr Seck das Konzept zur Berufsorientierung vorstellten. Insgesamt 32 Schüler haben sich für dieses Angebot verbindlich angemeldet und sind nun gespannt darauf, mit Hilfe von verschiedenen Angeboten ihre eigenen Talente und Stärken bewusster wahrzunehmen und daraufhin ihre Berufssuche zu orientieren.

Es werden Gespräche mit verschiedenen Moderatoren und Instituten geführt, um eine interessante und gewinnbringende Veranstaltung zu organisieren. Dabei werden Intelligenz- und Kompetenztests und ihre Auswertung für den Einzelnen im Mittelpunkt stehen.

Im Anschluss daran ist an eine konkretere Berufsorientierung, gegebenenfalls in Betrieben und zusammen mit Fachleuten aus verschiedenen Berufszweigen angedacht.

Die detailierte Terminplanung erfolgt in den nächsten Wochen, nachdem die geeignetsten Koorperations- und auch Sponsoringpartner gewonnen werden konnten.

Gymnasium Lindlar, 16.06.2011

Prinzen wachküssen …?!“ – Eine Berufsorientierung für Jungen

In Kooperation mit der Berufsberatung des Gymnasiums Lindlar wird in Kürze eine spezielle Berufsorientierung für Jungen durchgeführt.

Die Zahlen über Studienabbrecher, Lehrstellen-Suchende und Jugendliche ohne Arbeit sprechen eine deutliche Sprache. Immer mehr junge Männer scheitern nach der Schule auf dem ersten Arbeitsmarkt. Die Entwicklung hat sich in den letzten Jahren zunehmend verschärft, so Andre Schmitz-Niggemann, Lehrer und Ansprechpartner für Berufsberatung am Gymnasium Lindlar. Nicht zuletzt liege das an einer zu geringen Berufsplanung und an der verspäteten Bemühung, eine geeignete Ausbildung für sich zu finden.

Vor diesem Hintergrund versucht diese spezielle Berufsorientierung ein Problembe-wusstsein bei Schülern der Oberstufe, in diesem Fall besonders der 10. Jahrgangsstufe zu schaffen. So wird durch verschiedene Angebote eine verantwortliche Auseinandersetzung mit eigenen Möglichkeiten und Zielen in der Berufsplanung angestrebt. Schüleraussagen wie „Ich habe noch Zeit.“ oder „Weiß nicht so genau.“ würden dann zunehmend der Vergangenheit angehören.

Wichtiger Teil dieser Fördermaßnahme ist der „Vertrag zur Berufsorientierung“, der durch eine Unterzeichnung der Teilnehmer für eine größere Verbindlichkeit sorgt, die Angebote auch regelmäßig und dadurch auch gewinnbringend zu nutzen. „Ein Hauptproblem mit den Jungen ist“, so Robert Seck, Koordinator des Netzwerks Jungenförderung, „dass sie aus ihrer Konsumhaltung herauskommen, um Motivation und Eigeninitiative zu entwickeln.“ Die Schüler werden im Laufe der Berufsorientierung dann verschieden Berufsbereiche kennen lernen, wie etwa Pflege-Berufe, Pädagogische Berufe oder Studienangebote. So haben sie die Möglichkeit, ihre eigenen Interessen wahrzunehmen und sich dann in Gesprächen mit Vertretern von Unternehmen etc. über die Berufsmöglichkeiten zu informieren.

Eine detaillierte Planung dieser Berufsorientierung wird allerdings erst nach einer ersten verpflichtenden Info-Veranstaltung mit den Schülern der 10. Jahrgangsstufe entwickelt werden, da die bereits vorhandenen Interessen mit in die Planung aufgenommen werden sollen. Der Termin für diese Veranstaltung wird noch in diesem Schuljahr erfolgen, die Gespräche und mögliche Besuche bei ortsansäßigen Unternehmen etc. werden für das kommende Schuljahr 2011/2012 terminiert.

Seit im Jahre 2002 im Land Nordrhein-Westfalen das Gender Mainstream-Konzept durch eine Handreichung des Schulministeriums mit grundsätzlichen Praxisanregungen herausgegeben wurde, sind viele Erfahrungen mit diesem Thema gemacht worden.

Sowohl die gesellschaftliche wie auch die familiäre Situation von Schülern zeigen uns  Lehrerinnen und Lehrern oft genug auf, dass die Ideen einer geschlechtsspezifischen Förderung richtig und sinnvoll sind. Und die Zahlen belegen auf vielen Ebenen, dass Jungen heute stärker als bisher gefördert werden sollten, um auch sie besser und nachhaltiger auf das Berufsleben und die Umsetzung ihrer persönlichen Pläne vorbereiten zu können. Nicht zuletzt die erschreckenden Beispiele von Jugendlichen, die sich in ihrer Umwelt nicht zurecht finden und Gewalt als letzte Möglichkeit wählen, gehören leider auch zur schulischen Realität.

Dabei kann immer wieder festgestellt werden, dass es gute Ideen gibt, die allerdings nicht so effektiv transportiert werden, um sie für einen breiteren pädagogischen Kreis nutzbar zu machen.

Aus diesem Grund haben wir als Gymnasium Lindlar die Initiative gestartet, ein Netzwerk für die Jungenförderung ins Leben zu rufen, das die folgenden zentralen Aspekte verfolgt:

  • Austausch von pädagogisch geeigneten Maßnahmen, Strategien etc.
  • Kommunikationsebene zum Austausch von Erfahrungen mit neuen Methoden und Projekten
  • Koordination von Angeboten zur Jungenförderung
  • Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten für konkrete Fälle
  • Unterstützung bei offenen Fragen

Auf unserer Homepage finden Sie Anregungen zu ausgewählten Themen der Jungenförderung. Die bereits durchgeführten Projekte zur Jungenförderung im Oberbergischen Kreis werden hier dokumentiert. Das Archiv und die Suchfunktion können Ihnen helfen, in unserem (noch kleinen) Materialpool Materialien zu finden.

Zudem haben wir eine Liste von Ansprechpartnerinnen und -partnern zusammengestellt, um Ihnen den Weg zu einer schnelleren Information oder einer Hilfsmöglichkeit zu bahnen.

Die Links geben nur einen Teil der relevanten Internetseiten wieder, können aber ein erster Zugang zu einem neuen Thema sein. Über einen Hinweis zu einer wichtigen oder interessanten Seite würden wir uns sehr freuen. Danke.

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